S-Bahn

Aus Mobiwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Quelle:pixelio.de

In dichtbesiedelten Gebieten braucht man einen gut organisierten Vorortverkehr. Als Dampflokzüge auf den normalen Eisenbahnstrecken an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stießen, begann man in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, ein Netz von elektrisch betriebenen Linien aufzubauen. Diese Stadtschnellbahn wurde in Berlin um 1925 eröffnet und bekam den Markennamen S-Bahn. Das weiße S auf grünem Kreis wurde ihr Markenzeichen.

Die Berliner S-Bahn war und ist betrieblich eine Eisenbahn auf (meistens) eigenen Gleisen, die mit Gleichstrom wie eine Straßenbahn angetrieben wird und ihren Strom aus einer Stromschiene wie eine U-Bahn bezieht. So konnten Tunnelstrecken mit sehr niedriger Decke gebaut werden. Besonders beeindruckend war die damals eingeführte Betriebsleittechnik, die es mit Signalen und Zugbeeinflussung ermöglichte, etwa jede Minute einen Zug auf der Strecke fahren zu lassen, teilweise noch öfter. 1934 wurde auch die Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn in S-Bahn umbenannt und weiter ausgebaut.

Nach dem Krieg wurden auch in anderen west- und ostdeutschen Städten Vorortverkehre zu S-Bahnen mit eigenen Wagen und besonderer Betriebsführung ausgebaut, die jedoch in der Regel weiterhin auf "normalen" Eisenbahnstrecken fahren und ihren Strom aus der Oberleitung beziehen. In Westdeutschland war es München, das als Austragungsort der olympischen Spiele 1972 ein S-Bahn-Netz mit Tunnelstrecke bekam. Im Gegensatz zur U- und Stadtbahn ist die S-Bahn eine Eisenbahn, und oft fahren auf S-Bahngleisen auch Güterzüge.

Quelle:pixelio.de

Persönliche Werkzeuge