Fahrtkosten
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Sich fortbewegen erfordert immer einen Einsatz. Beim Gehen, Rudern, (Ski-)Wandern, Rollern, Radeln oder Skateboardfahren reicht die eigenen Muskelkraft, bei der Nutzung von Autos oder anderen Fahrzeugen fällt dazu noch der Aufwand für den Motor und das Steuern an. Die Kosten für das Lenken eines Autos werden meistens nicht erfasst und berechnet (Ausnahme: Taxi, aber das ist ja auch ein öffentliches Verkehrsmittel), ebenso wenig wie die Kosten des Verschleißes an Reifen, Getrieben, Kabeln, Sitzen und so weiter. Noch weniger zählen die Kosten durch Umweltverschmutzung und Unfallfolgen (daraus folgen Arztkosten), Landschaftszerstörung (daraus folgen Wertminderungen an Immobilien und höhere Preise für Nahrungsmittel) und die gesellschaftlichen Kosten im Zusammenhang mit Straßenbau und Kraftfahrzeugverkehr, die aus der Arbeitsplatzvernichtung aufgrund der nun möglichen Lagerhaltung auf den Straßen oder längerer Abwesenheit von Fernfahrern und Handwerkern herrühren.
Wer öffentliche Verkehrsmittel benutzt, schafft Arbeitsplätze. Aber der Betrieb öffentlicher Verkehrsmittel kostet Geld. Diese Kosten sind recht gut erfasst, denn die Verkehrs- und Infrastrukturbetriebe müssen sie selber tragen. Aufgrund der hohen Bedeutung für die Gesellschaft wird der öffentliche Verkehr vom Staat gefördert, indem zum Beispiel Nahverkehrsleistungen von den Aufgabenträgern bestellt werden. Der Staat zieht sich allerdings aus vielen Bereichen zurück, und es bleiben die sogenannten eigenwirtschaftlich betriebenen Verkehre. Sie müssen sich ganz aus den Einnahmen aus Fahrkartenverkauf tragen.
