Fahrgastrechte

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Mit dem Erwerb der Fahrkarte bekommt man den Anspruch auf Beförderung zum Zielort. Im Eisenbahnverkehr gilt zur Regelung der Ansprüche, die man im Fall von Verspätungen und Betriebsstörungen an die Eisenbahnverkehrsgesellschaft hat, bis heute die Eisenbahnverkehrsordnung von 1938, die Ansprüche weitgehend ausschließt.
Dies zu ändern, ist gerade im Gang (kann man nachlesen unter www.pro-bahn.de und auf der Seite der Bundesregierung) und ist ein Grund, sich einzumischen und/oder Mitglied in einem Fahrgastverband und/oder Verkehrsclub zu werden. Seitens der Eisenbahngesellschaften wird argumentiert, eine Garantie wie im Handel üblich würde zu teuer, und so ist man bisher auf die Kulanz des Betriebes angewiesen. Zudem erschweren Zuständigkeitsstreitereien zwischen Verkehrsverbünden und den Betrieben manchmal, zu seinem Recht zu kommen. In Nordrhein-Westfalen gibt es deshalb seit einigen Jahren eine Schlichtungsstelle, die bei Streit im Nahverkehr vermittelt (im Internet unter www.schlichtungsstelle-nahverkehr.de).
Die Deutsche Bahn AG hat sich für Störungen bei Fahrten im Fernverkehr, für die sie eine Schuld anerkennt, zu einer Gutscheinregelung verpflichtet. Man muss sich dabei aber meistens selber an den Schaffner wenden, und später am Schalter anstehen. Eine weit reichende Regelung hat die Nord-Ostsee-Bahn 2005 für ihre Kunden eingeführt, sie hat aber nicht den Charakter eines einklagbaren Rechtes. So hat die Bundesregierung auf Europa-Ebene mehrere Gutachten in Auftrag gegeben, die eine klare Regelung vorschlagen (s.o.).
Wie im Schatten der Privatisierungsdiskussion um die Deutsche Bahn AG diese Vorschläge zu gesetzlichen Regelungen führen werden, ist noch nicht entschieden.

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