Automat

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Ein A. ist eine Maschine zum Erwerb von Fahrkarten. Es gibt eine Vielzahl von Automatentypen. Einige A. können auch Fahrtverbindungen ausrechnen oder Sprechverbindungen zu einer Leitstelle aufbauen. Bei einigen A. kann man nur mit EC- oder Kreditkarte bezahlen, bei anderen nur bar oder mit der Geldkarte. Manche A. gehören einem Verkehrsverbund, andere dem Verkehrsunternehmen. Fast immer gilt: Wenn es einen Automaten gibt, sollte man ihn vor Antritt der Fahrt benutzen. Wenn man keine gültige Fahrkarte hat, ist das Benutzen von Bahnen und Bussen in der Regel nicht erlaubt, und Nachlösen im Zug ist nur noch sehr selten möglich. In Verkehrsverbünden kostet es 40 Euro, wenn man ohne gültigen Fahrausweis einsteigt, selbst wenn im Zug ein Automat vorhanden ist.

Wie funktionieren Automaten ? Alle Automaten fragen ab, wer wann wohin fahren will. Meistens in folgender Reihenfolge: Wohin - Kartensorte. Das Wohin kann über Farben-, Nummern- oder Klartextnamen chiffriert sein:

Farben: Ein Liniennetz (Netzspinne) ist auf dem Automaten zu finden. Die einzelnen Orte sind mit bunten Punkten abgebildet. Die Knöpfe, auf denen man die Fahrkarte wählen soll, gibt es in genau diesen Farben. Will ich zu einem Ort mit rotem Punkt, drücke ich die rote Taste: Mein Fahrpreis wird angezeigt.

Nummern: Ein Ortsverzeichnis ist auf dem Automaten zu finden. Hinter jedem Ort steht eine Nummer. Will ich zu dem Ort mit der Nummer 1234, dann tippe ich 1-2-3-4 auf der Tastatur ein: die Frage nach der Fahrkarte stellt sich danach.

Klartext: Entweder gibt es nur wenige Orte, dann tragen die Tasten Namen und die Auswahl ist schnell erledigt, oder der Automat hat ein LED-Display, auf dem zu den Buchstaben, die ich eintippe, Orte zur Auswahl angegeben werden. Sie müssen durch Finger- oder Tastendruck bestätigt werden.

Wenn das Ziel der Fahrt dem Automaten klar geworden ist, will er noch wissen, welche Kartensorte er verkaufen soll. Viele Automaten können heute nicht nur Einzelkarten, sondern auch Zeitkarten und besondere Fahrkarten ausgeben, Meistens gibt es dafür verschiedene Tasten, angebracht in zwei Spalten. Eine andere Möglichkeit ist die Auswahlabfrage auf einem Display.

Also: "Einzelfahrt" oder "Wochenkarte", "Messeticket" oder "Einzelfahrt mit BahnCard", jeweils in den Spalten "Normalpreis" und "Kind". "Hund" oder "Fahrrad" gibt es, wenn man dafür bezahlen muss, nicht nach Kind und Erwachsenem unterschieden. Wenn der Fahrpreis sich nach der Uhrzeit oder dem Wochentag richtet (z.B. sind Fahrten nach 9 Uhr in einigen Orten billiger), dann richtet sich der Preis bei vielen Automaten nach der Zeit, zu der man kauft. In Frankfurt zum Beispiel kann man oft beobachten, dass Leute am Automaten warten, bis es billiger wird, und dann lösen. Gemau so gelten die Zeitkarten in der Regel ab dem Zeitpunkt des Kaufs (bei Monatkarten mit variablem Beginn und Ende zum Beispiel vom 24.August bis zum 23. September, wenn am 24. August gekauft, und bei Monatskarten mit festem Beginn bis zum Ende des Monats).

Was tun, wenn der Automat streikt?

Einfach die Nummer und den Standort merken (besser:notieren) und einsteigen. Eine Automatenstörung hat der Betreiber zu verantworten. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist dann kein Schwarzfahren. Jedoch sollte beim Umsteigen oder am Ziel nachgelöst werden, sobald man dazu Gelegenheit hat.

Was tun, wenn der Automat keine Scheine annimmt oder kein Wechselgeld ausgibt?

Dann ist die Sache schwierig. Man ist nämlich dazu verpflichtet, Kleingeld zum Fahrkartenerwerb parat zu haben. Deshalb sollte man, wenn man es nicht passend hat, andere fragen, ob sie wechseln können, oder (das können die meisten Automaten nämlich auch) für die/den Nächste(n) gleich mitbezahlen und sich dann am nächsten Kiosk einigen.

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